Eryjon war voller Freude und ganz aufgeregt. Nun also durfte er auf die Erde, um dort mitwirken zu können, damit viele Mitseelen durch sein Wirken den Weg zu dem göttlichen Sein finden können.
Er wollte schon auf Erden herabsteigen, da berührte das göttliche Sein Eryjon ganz sanft und liebevoll. Das göttliche Sein sagte Eryjon, dass die Mitseele Shaila, die wie er schon oftmals gelebt hat, auf dem Planeten Damatus in Bedrängnis sei. Sie habe ihn, das göttliche Sein, gebeten, ihr Hilfe zu senden. Shaila sei jene Mitseele, die mit ihm auf Erden wirken solle. Eryjon war sofort bereit und wollte schon auf Reisen gehen, da berührte das göttliche Sein Eryjon abermals liebevoll. Eryjon schaute das göttliche Sein an und sah das Lächeln auf seinem Gesicht. Das göttliche Sein sagte Eryjon, bevor er reise, wolle er ihm noch Informationen schenken, damit er den Weg zu dem Planeten Damatus finden könne, um dort angekommen die Mitseele Shaila zu finden. Eryjon wurde ganz still und ruhig.
Das göttliche Sein erklärte Eryjon, dass der Weg zum Planeten Damatus nicht ganz einfach sei. Er sagte ihm, dass der Planet in einer anderen Dimension existiere und es nicht so einfach sei, dorthin zu gelangen. Dies gehe nur, wenn er zuvor auf einer Zwischenwelt einen anderen Planeten besuche, sein Name sei Jobera. Eryjon fragte nun, wieso dies nötig sei. Das göttliche Sein erklärte ihm, dass auf dem Planeten Damatus die Energie vollkommen anders sei und er sich über den Besuch auf dem Planeten Jobera der Energie des Planeten Damatus anpassen könne. Eryjon war nun sehr neugierig geworden, so fragte er das göttliche Sein, wenn er auf dem Planeten Jobera sei, was genau dann mit ihm geschehe. Das göttliche Sein lachte und sagte ihm, durch den Besuch auf dem Planeten Jobera würde er eine vollkommen andere Energieform erhalten, so dass sein Äußeres sich verändert. Die Veränderung seines Äußeren sei wichtig, damit er sich auf dem Planeten Damatus aufhalten könne, um Shaila finden zu können, um ihr dann beizustehen. Das göttliche Sein sagte Eryjon, dass die Wandlung der Energie durch einen kurzen Aufenthalt geschieht. Ein Lichtwesen würde ihm dort zur Seite stehen und die Wandlung vornehmen. Eryjon fragte, woran er das Lichtwesen erkennen könne. Da lachte das göttliche Sein abermals und sagte, dies sei nicht nötig, da er schon erwartet werden würde und das Lichtwesen auf ihn zukomme. Das göttliche Sein erklärte Eryjon, dass er ihn zu dem Planeten Jobera in der Zwischenwelt bringen würde. Von dort sei das Lichtwesen, das ihn empfängt, sein Begleiter, der mit ihm zum Planeten Damatus reist, so dass Eryjon die ganze Zeit in liebevoller Begleitung sei, welche ihm Schutz und Sicherheit schenkt. Eryjon freute sich, dass das göttliche Sein ihn selbst zu dem Planeten Jobera bringen würde. Ja, er fühlte eine tiefe, warme und zärtliche Liebe in sich, die ihn mit dem göttlichen Sein verband. Nun hatte Eryjon noch eine letzte Frage an das göttliche Sein. Er wollte gerne wissen, woran er auf dem Planeten Damatus Shaila erkennen könne. Das göttliche Sein blickte Eryjon liebevoll an und sagte ihm: „Schau in ihr Inneres und du wirst dort wiedererkennen, finden.“ Nun war alles bereit und die Reise zur Zwischenwelt konnte beginnen.
Das göttliche Sein nahm Eryjon zärtlich in die Arme. Eryjon fühlte sich geborgen und geschützt. Das göttliche Sein bat Eryjon, seine Augen zu schließen. Eryjon schloss seine Augen, spürte, wie sie sich mit einem Lufthauch erhoben, und dann wurde es ganz kühl. Sie schwebten durch den Kosmos. Nach einer Weile verlor sich die Kühle wieder und eine angenehme Wärme breitete sich aus. Eryjon spürte, wie sie den Boden berührten. Das göttliche Sein ließ ihn nun los und sagte ihm, dass er die Augen wieder öffnen könne. Sie seien auf dem Planeten Jobera angekommen. Eryjon schaute sich um, hier war alles anders, nichts kam ihm bekannt vor, doch er hatte keine Angst und wusste sich geliebt und geschützt.
Das göttliche Sein sagte ihm, dass er nun zurück zum Planeten Gottes Heimat ginge. Er solle sich nun umschauen, gleich sei das Lichtwesen bei ihm. Eryjon sah noch einmal in die liebevollen Augen des göttlichen Seins, dann löste sich das göttliche Sein vor seinen Augen auf.
Eryjon sah sich um. Er sah Pflanzen in ganz anderer Art, als er sie kannte. Sie hatten verschiedene Farben, so gab es welche mit blauen Stielen, roten und gelben Stielen. Auch die Formen der Pflanzen waren außergewöhnlich. Er hatte solche noch nie gesehen. Der Planet Jobera gefiel Eryjon und es gab vieles, was er gerne genauer betrachten wollte. Auf einmal bemerkte Eryjon, dass sich etwas auf ihn zubewegte. Es war eine schwebende Gestalt, sie leuchtete hell und weit. Eryjon wusste sofort, dies war das Lichtwesen, welches ihm helfen sollte, die Energiewandlung zu vollziehen.
Das Lichtwesen kam schnell näher. Eryjon fühlte sich sofort von dem Lichtwesen angezogen und angenommen. Bald stand das Lichtwesen vor ihm und schaute Eryjon liebevoll an. Es sprach Eryjon an und sagte ihm, sein Name sei El-Miera. El-Miera bat Eryjon, ihm zu folgen. Sie gingen auf einen großen Berg zu. Der Berg strahlte in goldenem Licht. El-Miera erklärte Eryjon, dass im Berg die Wandlung vollzogen würde. Sobald sie Shaila auf dem Planeten Damatus gefunden hätten, würden sie gemeinsam zurück nach Jobera kommen, um dort noch einmal in den Berg zu gehen, damit er und Shaila ihre ursprüngliche Energie zurückerhalten.
Jetzt standen sie vor einem Eingang, der in den Berg hineinführte. El-Miera nahm Eryjon an seine Hand und trat gemeinsam mit ihm ein. Das Innere des Berges strahlte in wundervollen, sanften violetten Tönen. In der Mitte der Berghöhle war eine violette Lichtsäule. El-Miera ging mit Eryjon darauf zu. Nun bat El-Miera Eryjon, gemeinsam mit ihm in die violette Lichtsäule einzutreten. In der Lichtsäule war es warm. Eryjon spürte ein Kribbeln über dem ganzen Körper, dann hatte er das Gefühl, als würde er sich auflösen, um wieder neu zusammengefügt zu werden. All dies geschah sanft und zärtlich. Er hörte eine Stimme und war überrascht, doch dann erkannte er, dass El-Miera ein Lied sang. Das Lied gefiel Eryjon, es verströmte Liebe, die zu seinem Herzen floss. Eryjon verspürte keinerlei Angst oder Unwohlsein. Nach einer Weile trat El-Miera mit ihm aus der Lichtsäule. Eryjon fühlte, dass er nun bereit war, auf dem Planeten Damatus zu gehen. So fragte er El-Miera, wann die Reise beginnen könne. El-Miera sagte ihm, dass, sobald sie die Berghöhle verlassen haben, ihre Reise beginne Eryjon schaute noch einmal die Lichtsäule an. In der Lichtsäule konnte er sich in der für ihn neuen Energie wahrnehmen. Er sah ein wenig anders aus als zuvor, doch erkannte er in sich auch seine Seele, die mit dem göttlichen Sein verbunden war. Eryjon lächelte, es schien, als würde ihn ein Abenteuer in unbekannte Welten erwarten. Er sah, dass El-Miera seine Form gar nicht verändert hatte und fragte ihn, wieso dies nicht geschehen war. El-Miera antwortete, dass seine Energie sich dem Planeten Damatus anders anpassen könne, so dass seine Form bestehen bleiben könne. Gemeinsam verließen sie die Berghöhle. Da hörte Eryjon, wie sein Name gerufen wurde. Eryjon wusste sofort, dass es Shaila war, die ihn rief.
El-Miera fragte Eryjon, ob er bereit sei, er antwortete ja. Nun geschah etwas Wundervolles. El-Miera bewegte sich und Flügel wurden sichtbar. Sie waren riesig groß und strahlend weiß. El-Miera umschloss mit seinen Armen Eryjon. Eryjon spürte die Stärke und die Liebe, die von El-Miera ausging, spürte, dass auch er Liebe empfand, starke Liebe zu El-Miera. Dann bewegte El-Miera seine Flügel, sie erhoben sich in den Kosmos, um zum Planeten Damatus zu fliegen, damit Shaila Hilfe erhielt.
Licht und Liebe
Birgit
Hinweis:
Verfasst von Birgit Aulich
